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Gemeindeportrait:

Durch den freiwilligen Zusammenschluß der beiden Gemeinden Fechenbach und Reistenhausen mit Kirschfurt entstand am 01.04.1971 die Gemeinde Collenberg. Der für die neue Gemeinde gewählte Name ist geschichtlich verankert und geht auf das bereits im 13. Jahrhundert erwähnte Adelsgeschlecht derer von Collenberg zurück.

Fechenbach wird erstmals 1214 und Reistenhausen im Jahre 1201 erstmals urkundlich erwähnt. Grundherr beider Orte war damals das Adelsgeschlecht der Freiherren "von Vechimbach", deren Burg nördlich von Fechenbach auf dem Fechenberg stand. Nach dem Wegzug der Freiherren von Fechenbach im Jahre 1315 zerfiel die Burg.
Um 1250 siedelte sich das Geschlecht der Rüdt von Collenberg etwa 1 km östlich von Fechenbach an. Von den Rüden wurde die Collenburg erbaut.
Durch Kauf erwarben sie um 1450 das Allod Fechenbach und Reistenhausen und wandelten es zur Ritterschaft um.
Die Reichsunmittelbarkeit dieser selbständigen Herrschaft bestätigte der damalige Kaiser 1541. Im Jahre 1635 starb die auf der Collenburg ansässige Linie der Rüdt in männlicher Erbfolge aus. Der mainzische Kanzler Nikolaus Georg von Reigersberg, der eine Enkelin der letzten Rüden zur Frau hatte, erwarb 1648 den Besitz vom Mainzer Kurfürst als Erbe und Lehen. Er war übrigens einer der Mitunterzeichner des Westfälischen Friedens, der den Dreißigjährigen Krieg beendete.
Die Grafen von Reigersberg erbauten um 1750 zwischen dem Ort Fechenbach und dem Main ein Schloß und übersiedelten dorthin. Die Burg, die noch lange als Försterwohnung diente, begann zu zerfallen.

Im Jahre 1842 kaufte der Frankfurter Bankier Karl Freiherr von Bethmann den Besitz der Reigersberger.

Nach dem Tod des Freiherrn Alexander von Bethmann verkauften die Erben 1941 das Schloß und den restlichen Grundbesitz an einen Fabrikanten.
Der letzte Fechenbacher Baron hatte nach dem Ersten Weltkrieg den größten Teil des Grundbesitzes und einen Teil der Gebäude an die Gemeinden Fechenbach und Reistenhausen veräußert, die diesen an die Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen verteilten.

Zu den bekanntesten Persönlichkeiten aus früherer Zeit zählen der letzte Fürstbischof von Würzburg und Bamberg, Karl von Fechenbach, er amtierte 1795 bis 1808, sowie der bedeutendste Vertreter aus dem Geschlecht der Fechenbacher im 18. Jahrhundert, Johann Reichhard von Fechenbach, Generalfeldmarschall unter Prinz Eugen.

Die wirtschaftliche Situation der Orte Fechenbach und Reistenhausen ist in früheren Zeiten von der Armut gekennzeichnet, obwohl hier viele Jahrhunderte lang eine bedeutende Steinindustrie beheimatet war.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich durch die Steinindustrie die Schiffahrt, um das Baumaterial anzuliefern, das die Sandsteinindustrie für viele bedeutende Bauten im Rhein-Main-Gebiet lieferte.

Heute ist die Gemeinde Collenberg mit ihren 2600 Einwohnern ein wichtiger Industriestandort im Südspessart. Es erfolgte ein Strukturwandel von der gesundheitsschädlichen Steinindustrie zur technologisch hochentwickelten Metall-, Elektronik- und Kunststoffindustrie.

Collenberg, zwischen Miltenberg und Wertheim, in der wunderschönen Landschaft am Rande des Südspessarts gelegen, ist Ausgangspunkt für Wanderungen auf markierten Wanderwegen. Auch bietet die Gemeinde ein vielseitiges Angebot an Sport- und Freizeiteinrichtungen.